Der Stammbaum ist ein Klassiker der Grundschule, und eine heikle Aufgabe: In einer Klasse mit fünfundzwanzig Kindern gibt es fast immer getrennte Eltern, einen Stiefelternteil, ein Adoptiv- oder Pflegekind oder einen Elternteil, der fehlt. Dieses Set enthält drei Arbeitsblätter, mit denen jedes Kind sein passendes Blatt findet, ohne sich erklären zu müssen, dazu einen Stundenablauf und den Wortschatz der Verwandtschaft. Alles ist kostenlos, zum Ausdrucken, und es werden keine Daten über die Kinder erhoben.

Wo das Thema hingehört

In der Grundschule taucht die Familie meist im Sachunterricht auf, oft schon in den ersten beiden Klassen: Wer gehört zu meiner Familie, wie nennt man die Verwandten, was ist früher, was später? Welche Klassenstufe das Thema genau behandelt, legt der Lehrplan Ihres Bundeslandes fest. Das Set ist so gebaut, dass es von der 1. bis zur 4. Klasse passt: Die jüngeren Kinder arbeiten mit dem freien Blatt oder dem Patchwork-Blatt, die älteren mit drei Generationen und Geburtsjahren.

Die drei Arbeitsblätter

Blatt 1: mein Stammbaum über 3 Generationen

Das Kind unten, seine beiden Eltern, seine vier Großeltern. Sieben Felder, eine kurze Anleitung, die wichtigen Wörter am Fuß der Seite.

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Blatt 2: meine Patchworkfamilie

Zwei getrennte Eltern, der neue Partner oder die neue Partnerin von beiden, das Kind und seine Geschwister, ein Feld für einen Halbbruder oder eine Halbschwester.

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Blatt 3: So sieht meine Familie aus

Zwölf freie Felder und drei Zeichen (Paar, getrenntes Paar, Kind). Das Kind entscheidet, wen es einträgt, und zeichnet die Verbindungen selbst.

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Arbeitsblatt Patchworkfamilie: vier leere Erwachsenenfelder in einer Reihe, in der Mitte das getrennte Elternpaar mit gepunkteter Linie, daneben je ein neuer Partner, darunter drei leere Kinderfelder
Der Stammbaum von Blatt 2, gezeichnet mit dem Editor von Feuillane.

Komplettes Set herunterladen (PDF, 4 Seiten)

Das komplette Set enthält die Hinweise für Lehrkräfte und die drei Arbeitsblätter. Alle Seiten sind im Format A4 quer und lassen sich gut schwarz-weiß kopieren.

Der Grundsatz: drei Blätter für die ganze Klasse

Verteilen Sie alle drei Blätter an alle Kinder und lassen Sie jedes selbst wählen. Ein Kind, dessen Eltern zusammenleben, nimmt vielleicht das freie Blatt, um seinen Hund und die Tagesmutter einzutragen. Ein Kind aus einer Patchworkfamilie nimmt vielleicht lieber das Blatt mit drei Generationen. Niemand muss begründen, warum, und kein Blatt wirkt wie „das normale“. So verhindern Sie am einfachsten, dass sich ein Kind ausgesondert fühlt.

Möglicher Ablauf in zwei Unterrichtsstunden

  1. Einstieg (20 Minuten). An der Tafel hängt der Stammbaum einer erfundenen Familie. Wer sind Lenas Eltern? Wer ist am ältesten? Wie viele Generationen sind es? Lassen Sie die Kinder entdecken, dass die Ältesten oben stehen.
  2. Wortschatz (15 Minuten). Die Kinder ordnen die Verwandtschaftswörter vom ältesten zum jüngsten Familienmitglied und suchen im Tafelbild, wer der Opa von wem ist.
  3. Forschen zu Hause. Mit einem Erwachsenen notiert das Kind Vornamen und Geburtsjahre auf einem Zettel. Leere Felder sind erlaubt, schreiben Sie das deutlich in den Elternbrief.
  4. Reinschrift (30 Minuten). In der Schule füllt das Kind das gewählte Blatt aus, erst mit Bleistift, dann mit Filzstift.
  5. Zeitleiste (zur Vertiefung). Die Geburtsjahre der Kinder, ihrer Eltern und Großeltern kommen auf eine gemeinsame Zeitleiste. So werden Generationen sichtbar.

Der Wortschatz der Verwandtschaft

Generation
Alle Menschen auf derselben Stufe im Stammbaum. Die Eltern bilden eine Generation, die Großeltern die nächste.
Eltern, Großeltern, Urgroßeltern
Mit jedem Schritt geht es eine Generation weiter zurück.
Vorfahren
Menschen, von denen man abstammt und die vor den eigenen Eltern gelebt haben.
Nachkommen
Kinder, Enkel und alle, die danach kommen.
Bruder, Schwester
Kinder, die dieselben beiden Eltern haben.
Halbbruder, Halbschwester
Kinder, die nur einen Elternteil gemeinsam haben.
Stiefvater, Stiefmutter
Der Partner oder die Partnerin von Mama oder Papa. Nicht zu verwechseln mit Schwiegervater und Schwiegermutter, den Eltern des Ehepartners.
Onkel, Tante, Cousin, Cousine
Die Geschwister der Eltern und ihre Kinder.

Worauf Sie achten sollten

  • Ein Elternteil fehlt, ist gestorben oder unbekannt: Das Feld bleibt leer oder bekommt nur einen Vornamen. Ein verstorbener Elternteil hat seinen vollen Platz, mit beiden Jahreszahlen.
  • Adoptiv- und Pflegekinder tragen die Familie ein, die sie zeigen möchten. Das freie Blatt ist oft das angenehmste.
  • Aufhängen im Klassenzimmer nur mit Einverständnis jedes Kindes.
  • Der Elternbrief erklärt, dass es um Wortschatz und Generationen geht und die Angaben zwischen Kind, Familie und Lehrkraft bleiben.

Im Computerraum oder am Whiteboard

Dieselben Stammbäume gibt es im Editor von Feuillane. Er läuft im Browser, ohne Installation, ohne Konto und ohne E-Mail-Adresse, Sie müssen also keine Zugangsdaten verteilen. Der Stammbaum bleibt auf dem benutzten Computer und wird nicht an den Server geschickt. Am Ende der Stunde lädt „Exportieren und Stammbaum leeren“ im Menü „Datei“ die Arbeit des Kindes herunter und löscht alles, passend für gemeinsam genutzte Geräte. Die Schaltfläche „Drucken“ bringt den Stammbaum auf eine A4-Seite.

Für ältere Kinder ergänzt die Vorlage mit 4 Generationen die Urgroßeltern und verlangt eine richtige Spurensuche. Der Ratgeber zur Patchworkfamilie zeigt, wie man kompliziertere Situationen zeichnet, mit Beispielen, die Sie an die Wand projizieren können.

Häufige Fragen

Erhebt das Set Daten über die Kinder?

Nein. Die Arbeitsblätter sind PDFs zum Ausdrucken. Nutzt die Klasse den Online-Editor, bleibt der Stammbaum im Browser des Schulcomputers, ohne Konto und ohne Übertragung an den Server.

Wie gehe ich mit einem Kind um, das einen Elternteil nicht kennt?

Bieten Sie der ganzen Klasse das Blatt „So sieht meine Familie aus“ an. Das Kind trägt die Menschen ein, die es auswählt. Ein leeres Feld oder nur ein Vorname sind auf allen Blättern in Ordnung.

Für welche Klassenstufe sind die Blätter gedacht?

Das Blatt mit 3 Generationen passt gut zur 2. bis 4. Klasse. Das Patchwork-Blatt und das freie Blatt funktionieren schon ab der 1. Klasse. Für ältere Kinder eignet sich die Vorlage mit 4 Generationen und Jahreszahlen.

Darf ich die Blätter für meine Klasse kopieren?

Ja. Sie dürfen sie kostenlos ausdrucken und für Ihre Schülerinnen und Schüler so oft kopieren, wie Sie möchten.

Meinen Stammbaum erstellen Vorlagen zum Ausdrucken