„Bis Montag malt ihr euren Stammbaum.“ Gut vorbereitet wird aus dieser Aufgabe ein schöner Familienmoment, und am Ende liegt ein sauberer Stammbaum auf einer Seite auf dem Tisch, ohne dass der ganze Sonntag draufgeht.

Was die Schule meist erwartet

Das hängt von der Lehrkraft ab, doch drei Stufen kommen immer wieder vor. Lesen Sie im Zweifel das Arbeitsblatt genau oder fragen Sie kurz nach.

  • Kita und 1. Klasse: 2 Generationen, das Kind und seine Eltern, oft mit Fotos oder Zeichnungen. Es geht um die Wörter: Mama, Papa, Bruder, Schwester.
  • 2. bis 4. Klasse: 3 Generationen, der Klassiker. Das Kind, seine Eltern, seine vier Großeltern (Vorlage mit 3 Generationen). Im Sachunterricht kommt das Thema Familie häufig vor.
  • Weiterführende Schule: manchmal 4 Generationen, mit Daten und Orten. Hier beginnt die richtige Spurensuche (Vorlage mit 4 Generationen).

In vier Schritten zum Stammbaum (30 bis 45 Minuten)

  1. Erst eine Liste auf einem Zettel: Vornamen, Nachnamen, Geburtsjahre. Gezeichnet wird erst, wenn die Liste vollständig ist.
  2. Oma oder Opa anrufen, um die Lücken zu füllen. Diesen Teil behalten Kinder am besten, und die Großeltern freuen sich meistens über den Anruf.
  3. Die Vorlage ausfüllen (oder den Editor): das Kind unten, eine Generation pro Etage, die Paare nebeneinander.
  4. Quer auf EINE Seite drucken. Ein Stammbaum, der auf zwei zusammengeklebten Blättern landet, sorgt am Sonntagabend oft für Tränen. Die Schaltfläche „Drucken“ im Editor passt alles von selbst auf eine Seite ein.

Was in die Felder kommt

Für die Grundschule reichen Vorname und Nachname, bei den Großeltern gern auch das Geburtsjahr. Ältere Kinder ergänzen den Geburtsort oder den Beruf. Hat jemand bei der Heirat den Namen gewechselt, schreiben Sie den Geburtsnamen dazu, im Editor gibt es dafür ein eigenes Feld. Ein Spitzname wie „Opa Heinz“ darf auch hinein, Kinder mögen das.

Heikle Situationen und wie Sie damit umgehen

  • Getrennte Eltern, Patchworkfamilie: Das Kind trägt SEINE beiden Eltern ein und kann Stiefelternteil und Halbgeschwister ergänzen, wenn es möchte. Es ist SEIN Stammbaum. Wie man das sauber zeichnet, steht im Ratgeber zur Patchworkfamilie. Scheint die Aufgabe eine „klassische“ Familie vorauszusetzen, klärt eine kurze Nachricht an die Lehrkraft das fast immer.
  • Ein verstorbener Elternteil oder Großelternteil hat seinen vollen Platz im Stammbaum. Genau dafür ist er da. Notieren Sie beide Jahreszahlen und erzählen Sie dem Kind vielleicht eine Erinnerung.
  • Adoption: Der Stammbaum des Kindes ist der seiner Familie, und seine Eltern sind seine Eltern. Möchte es seine Geschichte zeigen, gibt es dafür eine eigene Linie. Das entscheidet die Familie, nie die Vorlage.
  • Ein Kind kennt einen Teil seiner Familie nicht: Felder mit nur einem Vornamen oder einem „?“ sind völlig in Ordnung. Keine Schule erwartet ein vollständiges Familienregister.

Papier oder Editor?

Für kleine Kinder ist Papier oft schöner, weil sie selbst schreiben und malen. Die Vorlagen zum Ausdrucken sind dafür gemacht. Wird die Familie größer oder soll das Ergebnis besonders ordentlich aussehen, hilft der Editor: Sie tippen die Namen ein, der Stammbaum ordnet sich selbst, und der Ausdruck passt auf eine Seite. Alles bleibt im Browser, ein Konto brauchen Sie nicht.

Wenn das Kind Feuer gefangen hat

Hat es Spaß gemacht, wird aus dem Stammbaum mit 3 Generationen in den Ferien schnell ein Familienprojekt mit 4 oder 5 Generationen. Und ein schönes gedrucktes Geschenk für die Großeltern, die so geduldig alle Fragen beantwortet haben.

Meinen Stammbaum erstellen Vorlagen zum Ausdrucken